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Schwachhausen Ausstellungen

Julius Frank. Eine Jüdische Fotografenfamilie zwischen Deutschland und Amerika

Fotografien (bis 26. Februar)


Julius Frank. Eine Jüdische Fotografenfamilie zwischen Deutschland und Amerika
Foto: Julius Frank, Focke-Museum

Über drei Generationen betrieb die jüdische Familie Frank in Lilienthal am Rande Bremens erfolgreich ein Fotogeschäft, zeitweise mit Filialen in der Hansestadt und in Worpswede. Der Mittlere, Henry Frank (1879-1931), machte sich mit seinen künstlerischen Landschafts- und Porträtaufnahmen aus dem Teufelsmoor, die er im eigenen Verlag vertrieb, einen Namen. Sein Sohn Julius (1907-1959) knüpfte an die Erfolge an, bis ihn 1936 die Umstände im nationalsozialistischen Deutschland zwangen, das Fotogeschäft unter Wert zu verkaufen und in die USA zu emigrieren. Nach dem Krieg waren die in Lilienthal einst bekannten und beliebten Franks vergessen, bis der Heimatverein Jahrzehnte später auf ihr Schicksal aufmerksam wurde und die Nachkommen von Julius Frank ausfindig machte.
Das Schicksal der Familie und die künstlerischen Arbeiten der Franks werden nun in der Ausstellung „Julius Frank. Eine jüdische Fotografenfamilie zwischen Deutschland und Amerika“ im Bremer Focke-Museum präsentiert. Die Fotohistorikerin konnte dabei auf den umfangreichen Nachlass zurückgreifen, den die in Amerika lebenden Kinder dem Bremer Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte übereignet haben. Zu ihm gehören auch Aufnahmen, die Julius Frank in der neuen Heimat machte. Der familiären Vorliebe für Landschaften und vor allem Bäume blieb er treu, dazu kamen Werbefotografien und Architekturaufnahmen. Sein Auskommen fand Frank auch im Atelier des wohl berühmtesten Architekturfotografen der Nachkriegs-Moderne, Julius Shulman, für den er die Abzüge anfertigte.


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Focke-Museum

Schwachhauser Heerstr. 240 • 28213 Bremen
T: 04 21 / 6 99 60 00
www.focke-museum.de

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